Willkommen

“Netzwerke erfreuen sich geradezu konjunktureller Aufmerksamkeit. Sie erregen als effiziente Form des Arbeitens und Lernens das Interesse von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen und stehen als Gestaltungsphänomen bei Praktikern aus Unternehmen und Organisationen hoch im Kurs.

Was ist also dran an Netzwerken, was lässt sie unter dem Blickwinkel der individuellen und organisationalen Kompetenzentwicklung wie auch unter wirtschaftlichen Aspekten so attraktiv erscheinen?

Dieser Frage widmet seit nunmehr drei Jahren das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Programm „Lernkultur Kompetenzentwicklung“ besondere Aufmerksamkeit. Im Programmbereich „Lernen im Prozess der Arbeit“ (LiPA) wurden in diesem Zeitraum fünf unterschiedliche überbetrieblich agierende Netzwerke in den alten und neuen Bundesländern gefördert. Es handelte sich dabei um kommerzielle Netzwerke, um Netzwerke mit regionaler Kompetenz, um informations- und (führungs-) prozessverbessernde sowie um lernprozessorientierte Netzwerke. Alle Netzwerke waren auf die Erzielung und Optimierung von personalen und Unternehmenseffekten orientiert. Mit der Förderung sollten die Netzwerke unterstützt, initiiert, analysiert, moderiert und evaluiert werden.

Aus der Perspektive „Lernen im Prozess der Arbeit“ konzentrierte sich das Interesse zunächst auf die Analyse und Beschreibung der Strukturen und Kommunikationsformen von arbeits (prozess-) bezogenen Netzwerken. Darüber hinaus wurden die konkreten Netzwerke hinsichtlich ihrer Potenziale für die Kompetenzentwicklung untersucht. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen, was und wie in Netzwerken gelernt wird und in welcher Form sich die individuellen und organisationalen Lernergebnisse darstellen. Zu diesem Zweck wurden von den Netzwerkmoderatoren spezifische Instrumente zur Analyse, Erfassung und Bewertung der Kompetenzentwicklung erarbeitet und eingesetzt.

Die mit diesen Instrumenten erfassten Ergebnisse und der intensive Erfahrungsaustausch der Netzwerkmoderatoren untereinander, aber auch mit anderen Wissenschaftlern und Praktikern, dienten zugleich der Analyse von erfolgsrelevanten Bedingungen für die untersuchten Netzwerke während der gesamten Projektlaufzeit. Gleichzeitig wurden erfolgshemmende bzw. Risikofaktoren für die Netzwerkarbeit ebenfalls identifiziert und kommuniziert.

Im Sinne des Programms sollen wichtige Erfahrungen, Erkenntnisse und Ergebnisse aus den Netzwerkprojekten zu den Potenzialen für die akteurs- und organisationsbezogene Kompetenzentwicklung sowie für eine erfolgreiche Moderation und Gestaltung förderlicher Rahmenbedingungen für Netzwerke einem breiten Kreis Interessierter zugänglich gemacht werden.”

(Vorwort der Bereichsleiterin Ursula Reuther aus: Borkenhagen, B.; Jäkel, L.; Kummer, A.; Megerle, A. & L.-M. Vollmer (2004): Netzwerkmanagement. Handlungsanleitung für die Praxis. – Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung e.V./Projekt Qualifikations-Entwicklungsmanagement, Berlin, S.5f. (= Handlungsanleitung für die Praxis, Nr.8)

Diesem Anliegen widmet sich www.netzwerkmoderation.de. Die für die beteiligten Netzwerke verantwortlichen Moderatoren möchten auch zukünftig als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sind bereit, ihr spezifisches Know-how an Interessenten weiter zu geben. Anhand ausgewählter Beispiele sollen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorgestellt werden. Als Höhepunkt des Know-how-Transfers sind zwei Regionalsymposien 2006 geplant.

Viel Erfolg beim Netzwerken wünschen Ihnen Ihre Netzwerkmoderatoren.