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"Glückauf" in Neuenbürg

 Geschichte
Schon Kelten haben vor 2500 Jahren in den Wäldern um Neuenbürg nach Erz gegraben und Eisen geschmolzen. Eine
neue "Blütezeit" erreichte der Bergbau im Neuenbürger Revier im 18. Jahrhundert. Aus dieser Zeit sind noch viele
Arbeitsspuren und Abbau-Techniken der alten Bergleute zu sehen. Den Besuchern werden während des ca. einstündigen
Rundgangs über drei Sohlen, die durch Treppen (164 Stufen) miteinander verbunden sind, beachtliche Abbaue, Schächte,
geologisch und mineralogisch interessante Gesteinsformationen sowie reiche Erze gezeigt.
Des Churfürsten Dekret
Die ehemalige Berg- und Oberamtsstadt Neuenbürg, heute zum Enzkreis gehörend, war das Zentrum eines uralten Bergbaureviers, das weit ins badische Land hineinreichte. Die Neuenbürger Knappen verbrachten ihr Erz auf der Enz - als sog. Oblast auf Flöße verladen - nach Pforzheim, wo das Hüttenwerk Benckiser ein bedeutender Abnehmer war. Bis der damalige Churfürst und nachmalige König Friedrich 1805 per Dekret bestimmte, dass das Neuenbürger Eisenerz mit seinem hohen Mangan-Anteil nicht mehr ins "feindliche badische Ausland" exportiert werden dürfe, sondern fortan mittels
Ochsengespannen zu den Hüttenwerken nach Christophstal bzw. Friedrichstal bei Freudenstadt gebracht und dort verarbeitet werden müsse.
 Besucherbergwerk "Frischglück" - ein Denkmal der alten Arbeitswelt im Innern der Erde
Das ehemals bedeutende Königlich-Württembergische Eisenerzbergwerk "Frischglück" in Neuenbürg ist ein beliebtes und interessantes Ausflugsziel. Von April bis Oktober ist dieses Denkmal der alten Arbeitswelt im Innern der Erde geöffnet. Von allen Stadtbahn-Haltestellen auf Neuenbürger Gemarkung führen bequeme Wege zum Besucherbergwerk.
Führungen
samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr;
mittwochs bis freitags für Gruppen ab 10 Personen nach Voranmeldung;
während der Sommerferien jeweils mittwochs bis freitags von 11 bis 16 Uhr.
Während der Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit zur Einkehr in der "Stollenschänke""
Schloss Neuenbürg
Ein rund 3 km langer "Frischglück"-Pfad führt zum Schloss Neuenbürg mit seinem begehbaren Theater über Wilhelm Hauffs Märchen "Das kalte Herz" und dem einzigartigen Museum über die Regionalgeschichte.
Traditionspflege
Die "Frischglück"-Arbeitsgemeinschaft Neuenbürger Bergbau e.V., Betreiberin des Besucherbergwerks, hat sich auch die Pflege der bergmännischen Tradition auf die Fahne geschrieben. In maßgeschneiderten, historischen Bergmannstrachten nehmen die Mitglieder immer wieder an Bergmannstreffen im In- und Ausland, an Festen sowie an den baden-württembergischen Heimattagen teil. Zudem wird jedes Jahr in der Adventszeit das Barbarafest
gefeiert. Diese Tradition erinnert alljährlich an die großen Leistungen der Altvorderen.
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