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Kleine Chronik des Nationalen GeoParks Schwäbische Alb
1999
Auf einer Tagung in Wiesbaden stellt Herr Eder von der UNESCO seine Überlegungen zu einem Geopark-Programm vor und ermuntert einen anwesenden Geowissenschaftler von der Schwäbischen Alb zur Initiierung eines Geoparks und eines Bewerbungsverfahrens um dessen UNESCO-Anerkennung.
2000
Zum Auftakt trafen sich Akteure aus allen Teilen der Schwäbischen Alb erstmals am "Runden Tisch Geopark Schwäbische Alb" am 4.7.00 in Bad Urach. Anlass war das vom Netzwerk Erdgeschichte initiierte erste deutsche Geotourismus-Symposium in Bad Urach. Bei diesem ersten Treffen, geleitet von Dr. Megerle und moderiert von Dr. Hug von der Landeszentrale für politische Bildung, wurde u.a. die Einrichtung eines Arbeitskreises "Geoparkdesign" beschlossen, der sich mit den Anforderungen der UNESCO beschäftigen soll.
Dr. Junker vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau begleitete das Geopark-Projekt von Anbeginn fachlich und war Kontaktperson zu den mit der Entwicklung von Geoparks befassten Gremien in Deutschland.
 Erstes Treffen des Runden Tisches Geopark Schwäbische Alb
Beim zweiten Treffen des Runden Tisches am 19.9.00 wurden die Ergebnisse dieses Arbeitskreises vorgestellt und diskutiert.
Am 10.10.00 wurde das Geopark-Projekt der Mitgliederversammlung der Touristik-Gemeinschaft Schwäbische Alb vorgestellt, die starke Zustimmung signalisierte. Die ebenfalls anwesenden Regierungspräsidenten von Stuttgart (Dr. Andriof) und Tübingen (Wicker) unterstützen das Geopark-Pojekt ebenfalls. Angestrebt wird eine enge Koordination mit der parallel laufenden Naturparkplanung.
Am 13.10.00 traf sich in Beuron eine Projektgruppe (Herr Dr. Gassmann, Archäologe; Herr Hoh, Oberschulamt Tübingen; Dr. Kraus, TG Schwäbische Alb; Dr. Megerle, Geogr. Inst. d. Univ. Tübingen), um einen Entwurf wesentlicher Eckpunkte für den Antrag an die UNESCO auszuarbeiten. Dieser Entwurf wurde beim dritten Treffen des Runden Tisches Geopark am 13.11.00 diskutiert.
Am 15.12.00 wurde die bisherige Arbeit des Runden Tisches Geopark Schwäbische Alb im Rahmen eines Vortrags "Geopark Schwäbische Alb - eine Chance für den Naturschutz und Tourismus?" auf dem Naturschutztag (Landtagshearing) der Landtagsfraktion Bündnis 90 - Die Grünen im Landtag von Stuttgart vorgestellt.
Nach einer redaktionellen Überarbeitung wurde das endgültige Positionspapier am 23.12.00 der UNESCO, Paris und dem deutschen Geoparkkoordinator, Prof. Dr. Look, Hannover, als "Letter of Interest" für einen UNESCO-Geopark zugesandt.
Im Regionalen Entwicklungskonzept des Regionalverbands Neckar-Alb wurde der Geopark genauso verankert wie im PLENUM-Konzept und im Konzept "Regionen aktiv" für den Landkreis Reutlingen.
2001
Bei einem vom Netzwerk Erdgeschichte initiierten, gemeinsam mit der Fremdenverkehrsgemeinschaft Großes Lautertal - Zwiefalter Aach organisierten und am 13.12.01 realisierten Symposiums "Geopark Schwäbische Alb" in Münsingen beschlossen zahlreiche Gemeinden, ein Netzwerk zu gründen und eine Bewerbung von Teilen der Schwäbischen Alb als Europäischer Geopark, möglichst verbunden mit einer UNESCO-Schirmherrschaft, einzureichen. Alle Gemeinden, die sich bis zum 31.1.02 zur Einhaltung der Geopark-Standards verpflichteten, wurden in den ersten Antrag aufgenommen.
Das Management zum Antragsverfahren übernahm federführend das Netzwerk Erdgeschichte in enger Zusammenarbeit mit der Fremdenverkehrsgemeinschaft Lautertal-Zwiefalter Aach. Ansprechpartnerin beim Netzwerk Erdgeschichte war Frau Speidel.
2002
Am 15.2.02 fand das offizielle Kick-off-Meeting für die Antragstellung in Bad Urach statt. Verschiedene Sponsoren (Industrieverband Steine und Erden, Schwäbische Alb Tourismusverband) sowie die interessierten Gemeinden des "Netzwerks Geopark Schwäbische Alb" teilen sich die Kosten für die Antragstellung in Höhe von ca. 5.000 €.
Am 24.4.02 wurde der Antragsentwurf beraten und im Grundsatz von den meisten Akteuren durch ihre Unterschrift bekräftigt.
Mit Schreiben vom 16.5.02 wurden die Bewerbungen zeitgleich an die UNESCO und an das Netzwerk Europäische Geoparks abgeschickt. Mit Schreiben vom 24.7.02 bestätigte das Netzwerk Europäische Geoparks das große Interesse des Netzwerks an der Bewerbung der Schwäbischen Alb und die offizielle Eröffnung des Bewerbungsverfahrens.
Auf dem Münsinger Bahnhofsfest am 1.5.02 war der erste Geopark-Infostand das Ziel vieler Besucher. Das Geopark-Team Heidi Megerle, Lena-Sophie Megerle, Walburg Speidel und Andreas Megerle informierten nicht nur, sondern unterhielten das überaus interessierte Publikum mit interaktiven Steinspielen.
Beim Treffen des Netzwerks Geopark Schwäbische Alb am 17.7.02 in Münsingen wurden erste Starterprojekte, die Erstellung eines Informationsflyers und die Realisierung des ersten Geopark-Festes am 3.10.02 in Münsingen beschlossen.
Bei ihrem Besuch von Bundesministerin Frau Künast zur Übergabe der "Regionen aktiv"-Urkunde am 28. Juni 2002 auf dem Fladhof war die Ministerin sehr angetan von der Geopark-Idee. Zum Schutz vor "bösen Geistern und Wahlkampfanfeindungen" übereichte Andreas Megerle ihr einen Donnerkeil, einen echten Belemniten von der Schwäbischen Alb.
Am 13.09.2002 stellte der Geopark Schwäbische Alb den Antrag auf Anerkennung als Nationaler GeoPark.
Am 3.10.2002 fand das erste Geoparkfest in Münsingen statt. Nicht nur die ersten Geopark-Info-Flyer, auch die erste Geopark-Tragetasche stiessen auf eine rege Nachfrage ...
Am 6.10.02 wurde der Geopark Schwäbische Alb als Bewerber um den Status "Nationaler Geopark" auf den Planeterde-Seiten des Bundeministeriums für Bildung und Forschung offiziell verkündet.
Mit Schreiben vom 5.11.02 gewährt das BMBF dem Geopark Schwäbische Alb den Titel "Nationaler Geopark in Gründung" sowie das Recht, die Logos "Planeterde" mit Unterstützung von "BMBF" und "UNESCO" vorbehaltlich der Zustimmung des Fachbeirats zu führen.
Am 16.12.02 präsentiert sich der Geopark Schwäbische Alb vor der Expertengruppe Nationale GeoParks in Hannover. Daraufhin empfiehlt die Expertengruppe der Alfred Wegener-Stiftung die Anerkennung des Geoparks Schwäbische Alb als Nationaler GeoPark.
Am 18.12.02 übermittelt der Geschäftsführer der Alfred-Wegener-Stiftung, Herr Dr. Greiner, die Nachricht, dass die Schwäbische Alb als Nationaler GeoPark anerkannt wurde. Damit verbunden ist die Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der UNESCO. Gemeinsam mit dem Geopark Schwäbische Alb wurden die Geoparks Bergstrasse Odenwald, Braunschweiger Land und Mecklenburgische Eiszeitlandschaft anerkannt.
2003
Vom 18.1.03 bis zum 26.1.03 präsentiert sich der Nationale GeoPark Schwäbische Alb mit einem Aktionsstand auf der CMT in Stuttgart.
Am 20.2.03 und am 17.7.03 beschäftigte sich das Netzwerk Geopark Schwäbische Alb im Rahmen seines Treffens insbesondere mit der Neuorganisation des Geoparks.
Es gibt zwei Modelle:
Bei Modell 1 handelt es sich um ein Netzwerk, das an den Tourismusverband Schwäbische Alb "angedockt" ist.
Modell 2 umfaßt die Gründung und den Betrieb eines eigenständigen Trägervereins.
Am 1.7.03 übergab Frau Bundesministerin Bulmahn in Berlin offiziell die Urkunden der Alfred-Wegener-Stiftung und des Bundesministeriums für Bldung und Forschung an die Vertreter des Nationalen GeoParks Schwäbische Alb.
Am 17.7.03 fand das erste Arbeitstreffen der bislang sieben GeoPark-Infostellen in der GeoPark-Infostelle des Kundenzentrums der Fa. Alb-Gold in Trochtelfingen statt. Bei dieser Gelegenheit wurden unter anderem die Standards für GeoPark-Infostellen überarbeitet.
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